Vittorio Parisi mit seinen Dirigierstudenten aus Mailand beim Kurs in der Jenaer Philharmonie. Foto: Michael Groß
Vittorio Parisi ist bereits zum 6. Mal mit Dirigierstudenten aus Mailand bei der Jenaer Philharmonie. Die fünf Italiener, ein Argentinier und ein Japaner im 4. Studienjahr am Konservatorium Mailand sind mit dem renommierten nach Jena gekommen, um hier einen Dirigierkurs der praktischen Sorte zu erleben.
Jena. Ein gestandener Maestro und sieben junge Leute, die das einmal werden wollen. Dazu noch ein Orchester, das unter ihrer Stabführung musiziert so war die Konstellation in den vergangenen zwei Tagen im großen Saal des Jenaer Volkshauses.
Jenaer Philharmonie arbeitet mit Dirigierstudenten vom Konservatorium Mailand. Foto: Michael Groß
Die fünf Italiener, ein Argentinier und ein Japaner sind nämlich Dirigier-Studenten im 4. Studienjahr am Konservatorium Mailand und sind mit ihrem Mentor, dem renommierten Dirigenten Vittorio Parisi nach Jena gekommen, um hier einen Dirigierkurs der praktischen Sorte zu erleben. Das heißt, hier könne die Studenten einmal mit einem großen Klassikorchester das zeigen, was sie bislang gelernt haben bzw. was sie eben noch nichts so drauf haben. Im Dirigenten und Ausbilder Vittorio Parisi haben sie dabei einen gestrengen und fachkundigen Lehrmeister. Und der ist auch kein Neuer bei den Jenaer Philharmonikern. Schon vor fünf Jahren kam er das erste Mal nach Jena, um sich mit seinen Studenten der Hilfe durch die Jenaer Philharmonie als Studioorchester zu bedienen. Seitdem ist er regelmäßiger Gast im Volkshaus. Nun schon das sechste Mal, wie Martin Herzog, Pressesprecher der Philharmonie berichtet. Er verweist darauf, dass der Grund hierfür wohl vor allem der gute Ruf der Jenaer als verständnisvolles Orchester sei. Die Jenaer Musiker könnten gut auch mit jungen, noch unfertigen Dirigenten arbeiten und ihnen auf diese Weise ein guter Helfer sein. Eine Erfahrung mit den Jenaer Musikern, die auch schon über Jahrzehnte Dirigier-Studenten der Musikhochschulen in Weimar und Leipzig gemacht haben und deshalb immer wieder die Dienste des hiesigen Orchesters gern in Anspruch nehmen.
Übrigens hat Vittorio Parisi sogar selbst einst als Student am Konservatorium Mailand angefangen und hier Klavier und Dirigieren studiert. Dabei muss er wohl so gut gewesen sein, dass man ihn gleich nach Studienabschluss als Dirigent des Giuseppe-Verdi-Konservatoriums verpflichtet hatte. Er arbeitete aber auch mit Orchestern in Australien, Neuseeland, Albanien, Italien, der Schweiz und natürlich in Deutschland zusammen. So dirigierte er im April 2010 zum Beispiel die Jenaer Philharmonie mit Schumanns 4. Sinfonie sowie dem Konzert für Klarinette (Christof Reiff) und Orchester von Louis Spohr. Und garantiert wird der Maestro auch nächstes Jahr wieder mit dem Nachwuchs in Jena zum Praxistest kommen.
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